Imsbach vom Kupferberg

Exkursion in den Altbergbau bei Imsbach am Donnersberg (Rheinland-Pfalz)

Kleine, tiefblaue und stark glänzende Langit-Kristalle in einer Kluft mit braunem Eisenhydroxid im Rhyolith des Donnersbergs. Sammlung Robert Noll (Tiefenthal); Bildbreite 1,5 mm. Mitglieder des Naturwissenschaftlichen Vereins erkundeten an 10.09.2026 den Altbergbau bei Imsbach am Donnersbach in Rheinland-Pfalz. Bei blauem Himmel und weißen Wolken liefen wir auf dem Kupferweg 2 bis zum 442 m hohen…

Kleine, tiefblaue und stark glänzende Langit-Kristalle in einer Kluft mit braunem Eisenhydroxid im Rhyolith des Donnersbergs. Sammlung Robert Noll (Tiefenthal);
Bildbreite 1,5 mm.

Mitglieder des Naturwissenschaftlichen Vereins erkundeten an 10.09.2026 den Altbergbau bei Imsbach am Donnersbach in Rheinland-Pfalz. Bei blauem Himmel und weißen Wolken liefen wir auf dem Kupferweg 2 bis zum 442 m hohen Kupferberg und hatten eine herrliche Fernsicht (siehe Fotos oben).

Der Donnersberg besteht aus einem Alkali-Rhyolith – ohne porphyrisches Gefüge – mit einem ähnlichen Alter wie der Rhyolith von Sailauf (etwa 290 Millionen Jahre). Aber das Gestein ist hier so kleinstückig zerteilt, dass es nicht einmal einen Steinbruch zur Schottergewinnung gibt.

In der Umgebung von Imsbach gibt es zahlreiche Bergwerke (Katharina I, Katharina II, Grüner Löwe, Theodor, Weiße Grube, Maria, Reich Geschiebe (mit Kobalt!), usw.), die seit dem Mittelalter eine Gewinnung von Kupfer und später Mangan zuließ. In den heute noch vorhandenen Klüften und Halden ließ sich eine artenreiche, bunte, wenn auch kleine Mineralisation nachweisen.

Farblose Cerussit-Kristalle aus Imsbach. Sammlung Robert Noll (Tiefenthal);
Bildbreite 4 mm.

D

Das aufgelassene Bergwerk Katharina I besteht aus vielen mittelalterlichen, mit Schägel und Eisen aufgefahrenen Stollen. Die heute vorhandene Pingenweitung ist eine Folge eines neuzeitlichen Bergbaues mit Sprengstoff. Das Gelände ist eingezäunt und mit Mitgliedern des Bergwerkvereins (Bergbau-Erlebniswelt Imsbach) besichtigt werden; aufgenommen am 10.09.2026.

Auch wenn man heute nur geringe Chancen hat, weitere Mineralien zu finden, so kann man doch die bereits gefundenen bearbeiten und analysieren. So konnten wir vermeintliche Aragonite als Baryt identifizieren; dabei kann man davon ausgehen, dass weitere Mineralien nachgewiesen werden können.

Literatur:
Haneke, J. & Hofmeister, W. (1996): Mineralisationen im Saar-Nahe-Gebiet.- Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines N. F. 78, S. 95 – 120, 12 Abb., 6 Tab., [E. Schweizerbart´sche Verlagsbuchhandlung] Stuttgart.
Noll, K. (1984): Die Mineralien von Imsbach.- Lapis Jahrgang 9, Nr. 5 Mai 1984, S. 36 – 39, 8 farb. Abb., 1 Tab., [C. Weise Verlag] München.